Unser öffentlicher Rundfunk sollte sich mal von den großen Konzernen verabschieden und mit den Gebühren eher Europäische Anbieter oder OpenSource fördern und nutzen oder die eigene Plattform bewerben.
Man könnte sich beim ÖR am Modell von Fun Facts mit eigener PeerTube Instanz orientieren. Das wäre stark!
Ja, Facebook und X Accounts sollten da auch nicht sein.
Dann könnte das ZDF aber nicht so leicht jeden Versuch von fair use torpedieren. Streams mit Kommentaren zu ZDF Sendungen werden vom ZDF regelmäßig abgeschossen auf Youtube.
The fuck? So reaction Zeug oder wie kann ich mir diese streams vorstellen?
Reaction und Kommentare. 99 zu eins macht recht häufig Reactions zu z.B. Markus Lanz und die rechnen mittlerweile bei ZDF streams dass sie früher oder später den Stream gekappt kriegen.
Sowas hier z.B. (wird danach immer hochgeladen, weil eindeutig fair use)
Das wäre jetzt meine nächste Frage. Fair use bei Örr sollte ja wohl unanfechtbar sein. Dass die überhaupt Ressourcen reinstecken und da intervenieren …
Ist ein Angriffspunkt vielleicht die Kommerzialisierung durch Werbeeinnahmen bei den Streamern?
Fair Use ist amerikanisches Recht. Das gibt es hier nicht.
99 zu eins macht keine Werbeeinnahmen. Das ist entweder aus Prinzip, oder weil die keine Kritik vertragen.
Aber welches Prinzip denn? Öffentliche Gelder = öffentliches gut.
Sieht das ZDF offenbar anders.
Dann könnte das ZDF aber nicht so leicht jeden Versuch von fair use torpedieren.
Wir haben in Deutschland kein Fair Use. Bei uns gilt das Urheberrecht absolut. Sobald etwas als dein “Werk” identifizierbar ist kannst du auch ein Kleinkind fürs öffentliche nachplappern abmahnen oder verklagen.
Ist natürlich trotzdem Bullshit wie der ÖRR da vorgeht. Wem kann man es da zugänglich machen, der nicht ohnehin für den Scheiß seine Zwangsabgabe bezahlt hat? Aber bei unserem abgedrehten Urheberrecht können Kanäle froh sein, wenn sie nicht noch Post von Waldorf Frommer oder ähnlichen Parasiten über Schadenswerte von 20 Mio. € bekommen.
Jein. Soweit ich das verstanden habe, macht Youtube takedowns nach deren AGBS und DMCA, nicht nach deutschem Recht. Und das kennt widerum fair use.
Youtube spielt sowieso nach seinen eigenen Regeln. Und im Zweifelsfall nehmen die tendenziell mehr runter als sie müssten.
Aber wenn sowohl der Kanalbetreiber, als auch der Rechteinhaber in Deutschland sitzen, dann ist Youtube nur eine Art Schiedsstelle. Und wenn Youtube sich weigern würde in solchen Fällen Deutsches Recht umzusetzen, gäbe es auch irgendwann rechtliche Konsequenzen auch für Youtube. Das hatten wir schon mal vor vielen Jahren bis sich Youtube mit der Deutschen Musikindustrie/GEMA auf Abgabenzahlungen geeinigt hat.
Ansonsten oder zusätzlich kann der Urheberrechtsfall dann einfach außerhalb von Youtube (über Klage und Abmahnungen) geklärt werden, direkt zwischen dem Rechteinhaber und Kanalbetreiber. Es ist ja auch Z.B. trotzdem nicht unbedenklich wenn du über Bittorrent urheberrechtlich geschütztes Material mit einer IP tauschst in deren Land das rechtlich unbedenklich ist. Du wirst dann trotzdem in Deutschland abgemahnt.
Europa verlangt, dass alles was hier abrufbar ist, nach unserem Recht läuft. Die großen Firmen, wie Youtube, liefern das auch. Hat nichts damit zu tun, wo Kanalbetreiber und Rechteinhaber sitzen. Außerdem werden Lizenzen oft ja nach einzelnen Ländern aufgeteilt.
2 Stichworte:
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Verbot der Presseähnlichkeit
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Depublikationspflicht
Der ÖRR darf der Presse keine Konkurrenz machen. Außerdem müssen Eigenproduktionen nach einer Zeit vom Netz genommen werden, wieder damit weniger Konkurrenz da ist. Letzteres heißt natürlich auch, dass mit CC-Lizenzen nix geht.
Klingt skandalös. Warum hört man davon denn nichts in den Medien? Hmm … Ja … Komisch …
Dazu würde ich einen weiteren Gedanken empfehlen: Die bösen Techkonzerne sind auch Konkurrenz für die Medien.
Einiges von dem Hass auf die “Techmonopole” ist Meinungsmache der Medien. Das heißt nicht, dass die Argumente alle falsch sind. Aber sie haben eine Schlagseite, die Abhilfe ziemlich unmöglich macht. Die hiesigen Profiteure wollen schlicht mehr Geld und Kontrolle. Also weg mit den Amerikanern, aber die hiesigen Monopole bitte ausbauen.
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Unser öffentlicher Rundfunk sollte sich mal von den großen Konzernen verabschieden und mit den Gebühren eher Europäische Anbieter oder OpenSource fördern und nutzen oder die eigene Plattform bewerben.
Da sich eh nur noch bereichert wird beim ÖRF, würde ich tausend mal lieber an OpenSource Projekte zahlen, damit der Umschwung voran kommt! Es passiert doch eh nichts, solange die Großkonzerne mit im Bundestag hocken mit ihren Lobbyisten!
Tja. Das ist immer einfach Wünsche bezüglich der ÖR zu schreiben. Man könnte ja ganz einfach eine Peertube Instanz aufsetzen, so wie heise online das macht. Die Tagesthemen als Creative Commons hochladen, haben wir ja eh schon bezahlt…
Machen die aber nicht. Die geben lieber hunderttausende Euros für Anwälte und seltsame Rechtsstreitigkeiten aus, als sich nen Server für Peertube zu kaufen. Und bei deren Organisationsstrukturen würde das ohnehin noch 60 Jahre dauern bis vielleicht bewilligt.
Problem wird für Privatpersonen dann vermutlich die Bandbreite und Volumen. Sofern es tatsächlich genutzt wird. Das könnte der Örr besser abfedern.
Ja, ich dachte auch dass die das übernehmen müssen. Die erstellen ja das Material und müssten irgendwo den Hochladen-Knopf drücken, Lizenzen klären. Und ggf wollen sie sicherlich auch Kontrolle über die Kommentarspalte. Also das wäre ja noch schöner, wenn wir 220€ im Jahr bezahlen UND dann noch die technische Infrastruktur obendrauf stellen müssten 😂



