jamie_veal (she/her)

Hey all!

I’m Jamie, for the time being, a freshly hatched woman.

I’m new to identifying as part of the lgbtq+ community, and often unsure if my wording of thoughts is inclusive or might contain internalised transphobia. Please let me know if you feel I’ve failed and help me improve.

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Cake day: January 10th, 2026

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  • A lot of what you write really resonates with me. I’m in my mid thirties, hatched a few weeks ago and grew up with a lot of religious indoctrination. Makes it really hard to actually dare asking those questions… I remember how adults wanted me to wear suits in church, how that fucked with my mind and lead to me shutting this part of me away. I haven’t started to transition yet and do have some doubts, about being too late, though, I’m trying not to focus on it too much.

    The perspective I’d like to offer is, that even though I’m still not presenting as a woman, having found that answer for myself has had a profound effect on my mental well-being already. There were so many feelings I never quiet get, thoughts that didn’t make a lot of sense and strong memories which I didn’t really understand. And now it’s all becoming clearer, so many puzzle pieces that are just falling into place. I can finally accept myself for who I am, a gift nobody can ever take away.



  • Ja, so ein Umfeld habe ich zum Glück inzwischen. Bin gerade vor 3 Personen geoutet, die haben das alle sehr schön aufgenommen und sofort akzeptiert. Wird sicher einige geben, bei denen das länger braucht oder nicht passiert, aber beim Großteil der Menschen, bei denen es mich interessiert, bin ich zuversichtlich.

    wenn es gott wirklich gäbe, dann wäre er ja ursache unserer existenz (so jedenfalls wurde mir das als bravem protestanten beigebracht), also können wir nix dafür wie wir sind.

    Huh, witzig das du das schreibst. Habe sehr lange nach jemandem gesucht, auf den ich meine Wut richten könnte, aber ich fand niemanden. Vorstellungen von einem mystischen freien Willen haben sich irgendwann in Luft aufgelöst und ich kam zu dem Schluss, dass wenn es diesen allmächtigen Gott gäbe, dass das im Grunde das einzig wirklich zurechnungsfähige und damit schuldfähige Wesen im Kosmos wäre.

    darf ich fragen, ob es sachen an deinem alten geschlecht (sorry, ich hab keinen schöneren ausdruck gefunden) sein gibt, die du vermisst? vorteile? was sind unerwartete gute oder schlechte seiten im neuen leben? und gibts manchmal so ein was wäre wenn gefühl (also was wäre, wenn ich von vorneherein mädchen gewesen wäre, oder meine eltern nicht in diese sekte gegangen wären)?

    Hast du fair gefragt, für mich auf jeden Fall. Nur ein kleiner Verbesserungsvorschlag: was wäre, wenn ich von vorneherein in einen Mädchenkörper geboren worden wäre. Das ist ja unter’m Strich das Problem, ich bin nämlich als Mädchen geboren, nur im falschen Körper. Aber ich verstehe, was du meintest und nehme dir das nichts übel. Für mich war das alles auch noch sehr viel verwirrender, als ich nicht wusste, dass ich betroffen bin. Gibt vieles, was ich jetzt erst richtig verstehe.

    Da antworte ich gerne drauf, aber kann noch nicht super viel dazu sagen, weil das bei mir auch alles noch relativ frisch ist. Es ist etwa zwei Wochen her, dass ich mich selbst als Frau akzeptiert habe, aber ich präsentiere mich draußen noch nicht als Frau.

    Eines der… vorteilhaftesten Dinge, die es hat, mich als Mann zu präsentieren, ist definitiv das Gefühl von Sicherheit. Ich bin recht groß und hatte schon sehr lange ein überzeugendes resting-bitch-face. Wirke da eher wie jemand, mit dem man sich nicht gern anlegen will, selbst wenn es in mir drin völlig anders aussieht. Ich konnte nachts überall frei herum laufen und habe mir kaum einen Gedanken um meine Sicherheit machen müssen. Aber zukünftig werde ich mich auf jeden Fall auch als Frau präsentieren und muss Sicherheit erst wirklich denken lernen. Das überfordert mich gerade total. Ich werde mein male-privilege dafür opfern, mein wahres Selbst zu zeigen.

    Aber abgesehen davon freue ich mich gerade hauptsächlich darauf, mich endlich als Frau zu entfalten, der Blick zurück dient vor allem der Reflektion. Dieses Gefühl das du beschreibst, dass du dich als Mann immer wohl gefühlt hast… Das ist im grunde Gender Euphoria. Ich vermute als Cis-Mensch ist man da relativ abgestumpft, weil man nichts anderes kennt, aber für mich ist das gerade ganz neu und überwältigend schön, fast wie manch eine Droge, ganz ohne Nebenwirkungen.

    Vielleicht mache ich da in Zukunft mal einen Post zu, wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe.

    Wie es wäre im Körper einer Frau geboren worden zu sein, habe ich mich bisher weniger gefragt, meistens eher so eine Sehnsucht, das alles früher herausgefunden zu haben wollen. Es war sehr traumatisierend, durch die falsche Pubertät zu gehen. Und da passieren Dinge, die sich nicht rückgängig machen lassen, wie Stimmbruch oder das Wachsen von breiteren Schultern. Wie es wohl ohne Zeugen gewesen wäre, das habe ich mich früher glaube ich öfters gefragt, vor allem weil ich das bis vor Kurzerm noch als die Wurzel meines Leidens gesehen habe.

    Uff, wurde das wieder viel Text. Am Ende bleibt uns so oder so nichts übrig, als die Hand zu spielen, die wir ausgeteilt bekommen haben. Ich habe mein halbes Leben nach dieser Antwort gesucht und kaum noch Hoffnung gehabt, das es so eine Antwort überhaupt für mich gibt. Jetzt wo ich sie endlich gefunden habe, schulde ich es mir, daraus das Beste zu machen.