Erziehungstipps
Einige Tipps und Regeln habe ich erst erkannt als ich Fehler schon gemacht hatte. Einige tipps konnte ich nie perfekt beherzigen, weil einige eine Routine benötigen, die auch tw. schwer zu etablieren ist.
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Die Tipps sind aus persönlicher Erfahrung, Recherche im Internet und anderen Quellen.
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Das Format –> Problem/Ziel, Lösung, Erklärung
Kommentare mit korrigierter Lösung.


Mein Kind wird in Gesellschaft unleidig, müde, meidet die Leute. Ist es Introvertiert?
Das ist nicht zwingend der Fall.
Wer wenig mit Menschen und Menschengruppen zu tun hat oder es nie erlebt hat, gewöhnt sich dran. Der Effekt, wenn man dann unter viele Menschen kommt, ist, dass man wegen der Menge an ungewohnter Informationen schnell müde wird und sich unwohl fühlt.
Je nach dem, wann kleine Kinder die ersten Male mit grossen Gesellschaften in Kontakt kommen - und sich nicht mit selbständigem spielen ablenken können - Werden sie sich langsam an die Gesellschaft gewöhnen.
Nehmen sie ihr Kind gelegentlich mit in solche Gesellschaften. Fordern und fördern sie seine Interaktionen mit den Anwesenden. Sorgen sie für Pausen und vermeiden sie es, das sich ihr Kind zu unwohl fühlt und seien sie für es da. Zu beginn ist ihr Kind der Star der Gesellschaft, damit es die Gelegenheit hat von Ihrer Erfahrung und ihrer Sicherheit zu lernen.
Körperliche Nähe zu ihnen hilft hier sehr. Wen ihr Kleinkind einschläft, kein Problem und sogar hilfreich beim angewöhnen, wenn das Kind wieder aufwacht hat es viel verarbeitet und dürfte wieder aufnahmefähig sein. Sie dürfen es wecken, gewähren sie aber mindestens ein Powernap.
Der Effekt ist übrigens derselbe wie bei vereinsamenden Senioren, auch hier verbessert sich die Situation mit der Gewöhnung. Es ist genau so falsch Senioren wie Kinder voreilig zu schonen. Müdigkeit und Einschlafen hilft beim verarbeiten und gewöhnen und sollte nicht peinlich sein.
@ratatouille
Falls das Kind sich irgendwo im Spektrum der Hochsensibilität wiederfindet, kann dieser Ansatz auch negative Folgen haben.
Eine Gewöhnung ist da nur sehr begrenzt möglich. Das Kind muss dann sehr viel mehr Informationen verarbeiten und wird auch viele Stimmungen und Gefühle anderer spüren. Das kann es nicht abstellen. Es ist sogar fraglich, ob durch Training mehr geblockt werden kann.
Wenn man das Kind nun immer wieder über seine Grenzen diesen Situationen aussetzt und dies als normal oder wünschenswert darstellt, folgen unerwünschte Lerneffekte:
“Über meine Grenzen gehen ist normal und wird erwartet.”
Die Folge können eigene Überforderung und sogar Burnout sein.
Konkrete Handlungsempfehlungen in solchen Fällen gibt es in passender Literatur/Beratung von Experten.
Wichtig finde ich nur die Erkenntnis, dass man Sensibilität nicht wegtrainieren muss Es ist OK, wenn nicht jeder im Getümmel brilliert. Wir brauchen auch Menschen, die in der Stille aufblühen und Verborgenes sehen. 🤗
@Eltern
Da stimme ich voll zu.
Ich dachte, dass ich dies mit dem Hinweis rechnung getragen habe:
Fordern aber nicht überfordern gilt immer, ist aber unter Umständen schwierig.
Gibt es einen Teil in meinem Text, den du anpassen würdest? Ich bin gegebenenfalls bereit nachzukorrigieren.
@ratatouille
Lieb, dass du fragst.
Ich weiß gar nicht, ob man etwas anpassen müsste. Für neurotypische Kinder passt deine Beschreibung ja vermutlich gut.
Ich wollte nur aufzeigen, dass es für Kinder mit Hochsensibilität nicht so einfach ist. Da ist “Fordern” vermutlich kontraproduktiv, weil die ihr Hirn nicht im Ausblenden trainieren können. Sie lernen dadurch wohl nur, wie man sich überfordert. Das ist natürlich praktisch, um in der Leistungsgesellschafft innerhalb der Arbeitszeiten zu “funktionieren”, aber macht einen halt auf Dauer leider kaputt.
Kommt also auf deine Zielgruppe an. Mit Babies ist es für Eltern ohne vorherige Erfahrung mit Hochsensibilität wohl nicht zu erkennen, ob ihr Kind da andere Bedürfnisse hat.
Schwierig. :)
Ich kenne z.B. ein Kind, das genau ein einziges Mal bei Besuch / in Gesellschaften eingeschlafen ist. Sonst nie, egal wie müde es war. Das weinte dann einfach irgendwann nur, bis es mit der Mama irgendwo in Ruhe alleine war…
Stimmt die Variante habe ich ausgeblendet. Ich denke sobald es Quengelt ist es gar keine schlechte idee auch müdigkeit und Schlafbedürfnis zu vermuten.
Das Thema hoch sensible Kinder ist wohl immer schwer. Dazu weiss ich nur, dass wenn Eltern ein Schreibaby haben, sollen sie sich beraten lassen weil es da wohl einen speziellen Umgang erfordert.
@ratatouille
Nur weil man es falsch interprätieren kann, hier noch eine kurze Differenzierung:
Hochsensible Kinder und Schreibabys bezeichnen Unterschiedliches. Die Hochsensibilität scheint eine Ausprägung des Hirns zu sein, das häufige und langanhaltende Schreien hört meist nach ein paar Monaten auf.
Nora Imlau hatte auch mal ein wertschätzenderen Begriff statt Schreibaby genannt - leider kann ich mich nicht erinnern. :/
Wenn ich mich noch recht erinnere, könnte es das High-Need Baby sein.
@ratatouille Dachte ich auch zuerst, habe dann nochmal kurz recherchiert. Wird in der Literatur oft unterschiedlich genutzt. High Need Babies brauchen generell mehr von allem. :)
Schreibabies nur während der Schreizeit bis zu drei Monate lang.
Aber wenn du das auch so erinnerst, hat sie es wohl so gesagt. Danke!